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Linux Anwender/root
Linux unterscheidet drei Kategorien von Anwendern bzw. Nutzern:
1. Root (der Superuser bzw. Systemadministrator des UNIX-Hosts)
uneingeschränkte Rechte am System, eigenes Homeverzeichnis wird (und sollte auch) zur Administration,
Wartung und Installation verwendet werden
2. Dämon (Hintergrundnutzer des UNIX-Hosts)
sind keine interaktiven Login-Accounts, Dienste, die im Hintergrund laufen und Systemarbeiten
(teilweise mit Root-Rechten) erledigen
3. Benutzer (der eigentliche User des Systems)
haben nur innerhalb ihres Home-Verzeichnisses alle Rechte, sonst nur lesend oder gar nicht
Das Dateisystem von Linux ist ausschließlich File- bzw. Datei-orientiert
- herkömmliche Laufwerksbuchstaben gibt es hier nicht
- Beschränkung des Alphabets, wie bei Windows BS, sind unter UNIX nicht existent
- DVD, CD-Rom, USB, FD, usw. werden einfach in das bestehende Dateisystem eingehängt (entweder schon beim Starten, manuell oder temporär)
root -directory
- /bin steht für Binaries und beinhaltet Programme, mit denen die wichtigsten Arbeiten am System durchgeführt werden können, alle Nutzer haben bin im Suchpfad ($PATH)
- /boot Boot-Manager Dateien und der UNIX-Kern
- /dev enthält Gerätedateien, mit der sich jede Hardware ansprechen lässt, verbrauchen keinen Plattenplatz
- /etc Dateien, die Informationen über Konfigurationseinstellungen beinhalten
- /root Heimatverzeichnis des Superusers, liegt nicht bei /home, weil das evtl. auf einer anderen Partition liegt und bei Defekt root Heimatverzeichnis zum Arbeiten braucht
- /home wenn nichts weiter beim Anlegen der User angegeben wurde liegen hier die Arbeitsverzeichnisse
- der Nutzer (außer root) nach dem Anmelden automatisch im Homeverzeichnis, hier alle Rechte,
- außerhalb meist nur lesen
- /lib Libraries (Systembibliotheken) statisch und dynamisch ähnlich DLL
- /sbin Befehle für den Systemverwalter
- /proc benötigt keinen Platz auf der Platte, enthält Informationen aus dem laufenden System
- /usr unix system ressources, noch einmal Verzeichnisse wie auf Wurzel Anwendungsprogramme
- grafische Benutzeroberfläche
- /var veränderliche Dateien, wie log, Spooler, mail, usw.
- /opt für große optionale Programmpakete
Linux besitzt einen monolithischen Betriebssystemkern, in dem Treiber einen festen Bestandteil des Betriebssystems bilden. Es ist nicht nur für eine effektive Prozesskommunikation, sondern auch für die Handhabung des Speichers (Swapping, usw.) und den direkten Zugriff auf angeschlossene Geräte (devices).
Linux unterteilt Geräte in Block Devices und Char Devices
- Beispiel für Block Devices: Festplatte, die Daten in kompletten Blöcken empfängt oder sendet. (parallel)
- Beispiel für Char Devices: serieller Port, der Daten in einzelnen Bytes – also sequentiell – empfängt und sendet
Um Geräte, wie beispielsweise einen SCSI-Host-Adapter unter Linux zu benutzen, bietet der Kernel
zwei Möglichkeiten:
1. monolithische oder
2. ladbare Version
Linux ist ein Betriebssystem mit modularem Kernel
Anstatt einen (Hardware-)Treiber fest in den Kernel einzubinden, überprüft das System beim Start, ob die entsprechende Komponente vorhanden ist. Wird diese vom Kernel entdeckt, lädt er über ein entsprechendes loadbare Modul den Treiber für das Gerät.
Nicht nur Treiber lassen sich modular nachladen, sondern auch spezielle Module (Bsp. für raid), lassen sich nachträglich und während des Betriebes aufrufen. Geladene Treiber lassen sich dynamisch wieder aus dem Speicher entfernen, z.B. USB
Durch Durchbruch von Linux kam letzten Endes auch durch die graphische Oberfläche zustande. Durch Deutschland z.B. durch die KDE (K Desktop Environment) aber auch Gnome
integrierte Werkzeuge für die Systemverwaltung, wie z.B. Yast oder kpackage
